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ApplePay in der Schweiz – auch für UBS Kunden

Nein, es gibt keinen heimlichen weg, eine UBS Kreditkarte in der Schweiz zu ApplePay hinzuzufügen. UBS möchte ApplePay nicht unterstützen und dies dürfte auch noch eine Weile so bleiben. Also muss man einen einfachen Umweg über einen Dienst namens ‚boon.‘ machen, der das ganze (praktisch) kostenlos ermöglicht.

Ich bezahle seit über einem Jahr sehr häufig mit ApplePay (und damit boon.) und bin damit eigentlich sehr zufrieden.

Was ist boon.?

Boon. ist ein Dienst der Firma Wirecard aus München. „boon.“ kann mit jeder Kreditkarte aufgeladen werden, die eine 3D-Security-Verifizierung unterstützt (dies sind eigentlich praktisch alle Kreditkarten). Boon kostet einen Franken pro Jahr (allerdings erst nach 12 Monaten), für die Aufladung werden keine Gebühren verlangt. Allerdings wird das Geld aus dem Ausland belastet, bei UBS bedeutet dies eine zusätzliche Gebühr von 1.75%. Derzeit wird diese Gebühr von Boon. aber jeweils nach der Aufladung zurückerstattet. Es gibt auch die Option, dass sich boon. selbst wieder auflädt, wenn ein gewisser Kontostand unterschritten wird.

Um das Geldwäschereigesetz zufriedenzustellen muss man sich mit einem Ausweis einmalig verifizieren. Gibt schlimmeres.

Wie richtet man das Ganze ein?

Nach der Anmeldung wird die ‚virtuelle Karte‘ von boon. zu ApplePay hinzugefügt. Danach kann überall kontaktlos bezahlt werden, wo dies auch mit herkömmlichen Karten geht. Der Bezahlvorgang funktioniert auch ohne Internetverbindung.

Funktioniert das immer?

Bei mir hat es bisher wirklich immer funktioniert, wenn das Lesegerät kontaktloses bezahlen unterstützt hat. In den wenigen Fällen, bei denen ich nicht mit ApplePay bezahlen konnte, war jeweils das Terminal kaputt. Mit der normalen Mastercard hat es dort jeweils auch nicht kontaktlos geklappt.

Ist boon. vertrauenswürdig?

Ich masse mir hier kein abschliessendes Urteil an. Laut Personen, die sich in der Fintech-Blase-Szene bewegen, gilt Wirecard (die Firma hinter boon.) als Pionier und durchaus vertrauenswürdig. Dadurch, dass es sich um ein Prepaid-Angebot handelt, ist das Risiko aus meiner Sicht überschaubar.

Hier der Link zum App-Store

Jonathan ist der Gastgeber dieses kleinen Blogs. Er hat Wirtschaft an der Uni Basel studiert und bloggt hier über Dinge, die er interessant findet. Er arbeitet ausserdem bei Radio SRF für das Regionaljournal Basel.

  1. kasiedasilva

    Danke für deine Rückmeldungen!

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