Der erste Eindruck nach 2 Wochen
Der Start mit dem Chromebook war erstaunlich einfach.
Ich musste meine Google-Anmeldedaten eingeben und schon konnte ich loslegen. Da sämtliche Dateien, die ich fürs Studium brauche entweder bei Evernote oder in der Google Drive liegen, waren diese ohne grossen Aufwand auf dem Gerät. Zu Evernote und dem Dateispeicher komme ich gleich.
Für den Start musste ich noch einige Chrome-Apps installieren. Dazu gehören einerseits Kami, Wunderlist und natürlich Evernote. Bevor ich jedoch die Apps auf dem Chromebook anschaue, noch ein kurzes Wort zum Internetzugang via „eduroam“ (Das Europäische Forschungsnetzwerk, das von vielen Bildungsinstitutionen verwendet wird).
Internetzugang zu „eduroam“ mit einem Chromebook
Leider funktioniert einer der wichtigsten Dinge, der WLAN-Zugang ins Internet an der Uni nicht einfach so, sondern benötigt ein bisschen Aufwand. Die Einrichtung musss nur einmal gemacht werden, danach funktioniert es von selbst.
Ich habe bei einer Uni in England eine Anleitung zur Einrichtung gefunden.
Hier ein Screenshot mit den Einstellungen:
Dateien auf dem Chromebook
Nutzt man ein Chromebook, ist ein Cloud-Speicher unbedingt nötig. Am einfachsten funktioniert das ganze mit Google Drive, da dieser Dienst sehr gut im System integriert ist. Mit einer Extension funktioniert auch Dropbox gut. Bei den Dateien ist teilweise der Zugriff der Chrome-Apps nicht ganz sauber gelöst. Man kann Files auch Offline verfügbar machen und dann ohne Internetzugang nutzen.
Evernote
Falls du Evernote noch nicht kennst, Evernote ist ein grossartiges Tool um Notizen zu sammeln und zu verwalten. Normalerweise funktioniert es problemlos. Normalerweise. Denn (achtung, nun kommt ein kleiner Rant):
Die Android App von Evernote (die an sich relativ mächtig ist), kann auf dem Chromebook ausgeführt werden. Das ist an sich ja schön. Aber, leider ist sie auf dem Chromebook der letzte Dreck. Es ist wirklich nicht zum aushalten. Die App funktioniert nur im Vollbildmodus (obwohl sie vermutlich Auto-Layout kann und definitiv nicht für 13″ Bildschirme gebaut wurde), sie crasht sehr häufig dauernd und das öffnen von PDFs ist auch eher schwierig fast nicht möglich.
Manchmal funktioniert es, häufig nicht. Sorry, gut gemeint aber arbeiten kann man damit nicht.
Trotzdem kann man Evernote sehr gut auf dem Chromebook benutzen und zwar über die Web-Oberfläche. Diese ist erstaunlich schnell und sieht auch ganz ordentlich aus. Es gibt allerdings einige Einschränkungen. Evernote-Web funktioniert nicht Offline und man kann nicht direkt in die Files schreiben. Das heisst, wenn man ein PDF öffnet, wird dieses heruntergeladen und danach geöffnet. Speichert man es, landet es nicht automatisch in Evernote sondern muss von Hand wieder hochgeladen werden. Aber es funktioniert einwandfrei und zum schreiben von Notizen und verwalten dessen ist es tiptop.
Wunderlist
Wunderlist, die App um To-Dos zu verwalten ist auf dem Chromebook richtig gut. Die App funktioniert offline, ist schön und schnell und kann alles, was Wunderlist auch auf den anderen Plattformen kann.
Spotify
Auch hier funktioniert die Web-Version von Spotify problemlos und sauber. Offline-Speichern geht (noch) nicht, aber mit Internetzugriff (in der Uni eh meistens kein Problem) kann man soviel Streamen wie man möchte. Ansonsten ist auch Google-Music als Musikdienst zu haben und wer seine Musik gerne Offline verwaltet, findet im Chrome-Store auch die entsprechenden Apps.
Das Acer-Chromebook
Noch einige Worte zu meinem Testgerät, dem Chromebook 13 von Acer. Das Gerät kostet günstige 300 Franken, ist in schlichtem Weiss gehalten und macht eigentlich einen ganz netten Eindruck.
Besonders positiv ist mir die lange Akkulaufzeit aufgefallen. Das Chromebook hält richtig lange. Also mindestens einen ganzen Uni-Tag. Ich hatte jedenfalls nie die Situation, dass ich keinen Strom mehr hatte.
Die Verarbeitung ist ok aber auch nicht mehr. Die Tastatur ist ok, das Display auch. Beides ist nicht vergleichbar mit den Apple-Tastaturen, aber für 300.- kann man nicht klagen.
Von der Geschwindigkeit ist das ganze nicht superschnell, aber auch nicht langsam. Ich würde es mal so beschreiben. Es nervt nicht, aber es fällt auch nicht auf, dass die Geschwindigkeit unglaublich ist.
Alles in allem bin ich mit dem Gerät sehr zufrieden, vor allem die lange Akkulaufzeit ist wirklich grossartig.
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