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Canon Powershot G1 X Mark II – der Test

Das Canon Flagschiff unter den Kompaktkameras, die Canon Powershot G1 X Mark II im Test

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Wie beginnt ein Testbericht einer Kamera am besten? Genau, mit einer Weisheit, die es in sich hat:

Die beste Kamera ist die, die man gerade dabei hat.

Da kommt natürlich sofort folgende Antwort:

Jedes Smartphone hat eine Kamera, warum braucht man da eine Kompaktkamera?

Die Antwort ist ganz einach: Smartphonekameras sind ok um Schnappschüsse zu machen, um aber richtig schöne Fotos (mit manuellen Einstellungen) zu machen, jedoch nicht geeignet.
Auf der anderen Seite sind Spiegelreflexkameras für mich zu gross um mitzunehmen. Kompaktkameras sind da der ideale Kompromiss.

Warum eine Canon PowerShot?

Als ich Kind war, kaufte sich meine Familie eine Digitalkamera. Eine Canon PowerShot G3. Ein grossartiges Gerät. 4 Megapixel und ganze 256 MB Speicher (damals noch CompactFlash). Die Fotos waren ganz OK.

Die Zeiten haben sich geändert und Canon ist mit der PowerShot G1 X Mark II auf dem Markt und es hat sich einiges verändert seit der G3. Trotzdem fühlte ich mich beim Test irgendwie heimisch. Die gute Usability hat Canon seit der G3 beibehalten.

Design

Die PowerShot G1 X Mark II ist sehr Kompakt gebaut. Das heisst, wenn sie ausgeschaltet ist, steht das Objektiv nicht allzu stark hervor und das Display auch nicht.

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Die Kamera wiegt 550 Gramm, was auf den ersten Blick relativ schwer ist, ich habe mich jedoch sehr schnell daran gewöhnt.
Das Display auf der Rückseite lässt sich herausklappen, jedoch nur nach oben und unten, nicht seitwärts. Beim Fotografieren liegt die Kamera sehr gut in der Hand.

Das Objektiv

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Canon hat ein Objektiv mit 5facher Vergrösserung verbaut. Besonders gut gefällt mir der automatische Schliessmechanismus. Dadurch braucht man keinen Deckel (den man dauernd verliert).
Das Objektiv hat auf der Seite zwei Ringe. Diese werden je nach Funktion mit verschiedenen Funktionen belegt. Beispielsweise im “Auto”-Modus wird der Ring zur Steuerung des Zooms verwendet. Bei der Blendenautomatik (Tv) kann mit dem Ring die Verschlusszeit gesteuert werden. Diese Funktion habe ich enorm geschätzt, da dadurch sehr schnell die gewünschten Einstellungen gemacht werden können und man sich nicht mühsam durch verschiedene Menüs drücken muss.

Der Sucher

Die G1 X Mark II besitzt keinen Sucher. Diesen hat Canon entfernt um das Design kompakt zu halten. Es gibt Situationen, da hätte ich mir einen Sucher gewünscht, doch meistens reicht das Display aus.
Optional gibt es einen Sucher für die Blitzhalterung bei Canon zu kaufen .

Der Blitz

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Der Blitz versteckt sich im Gehäuse und springt heraus wenn man einen kleinen Knopf an der Seite betätigt. Der Blitz springt nicht automatisch heraus. Da ich sowieso sehr selten mit Blitz fotografiere bin ich froh, dass dieser keinen Platz wegnimmt, sondern im Bedarfsfall hinzugeschaltet werden kann.

Der Akku

Hier hat mich die Kamera enttäuscht. Der eingebaute Akku (NB12L) war bei mir nach einem halben Tag oft schon leer (ca. 200 Fotos), dies ist einfach zu wenig. ein zweiter (Ersatz-)Akku kostet im Moment bei Brack.ch rund 70 Franken. Nicht günstig!

Die Bilder

Eine Kamera muss natürlich nicht nur schön aussehen sondern vor allem schöne Bilder machen. Und dies macht die G1 X Mark II
definitiv. Hier kommt wieder das Objektiv zum Tragen. Mit einer Blende von F2.0 lassen sich sehr schöne Bilder mit der von DSLR Kameras gewohnten Tiefenschärfe machen. Hier trägt auch der sehr grosse 1.5 Zoll Sensor seinen Teil dazu bei.

Die Kamera fokussiert angenehm schnell und auf dem Display lassen sich auch verschiedene Ansichten wählen (ganz wie es einem passt).

Das grosse Objektiv sorgt auch dafür, dass selbst in der Dämmerung sehr schöne Fotos ohne störendes Bildrauschen oder Verwackeln geschossen werden können.

Diese Hotdogs wurden Nachts im Licht einer Strassenlampe ohne Blitz fotografiert:

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Ansonsten kann beliebig mit Blende und Belichtungszeit gespielt werden, wodurch tolle Fotos entstehen können:

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Fazit:

Die Canon Powershot G1 X Mark II ist eine grossartige Kompaktkamera. Sie ist ansprechend Kompakt gehalten, wodurch sie viel besser mitgenommen werden kann als eine Spiegelreflexkamera. Der grosse Sensor und das gute Objektiv ermöglichen qualitativ sehr gute Bilder, auch in der Abenddämmerung. Die Bedienung mit den Ringen am Objektiv ist gewöhnungsbedürftig, was aber sehr positiv ist. Sie ermöglicht nämlich, dass man sehr schnell die gewünschten Einstellungen vornehmen kann und sich nicht durch mühsame Menüs kämpfen muss. Der einzige grosse negative Punkt ist aus meiner Sicht der Akku, dieser dürfte gerne länger durchhalten.

Kurz&Knapp:

  • Kompaktes, ansprechendes Design
  • Grosser Sensor, gutes Objektiv
  • Schnelle, einfache Bedienung dank Einstellringen

  • Akku dürfte länger halten

Die Kamera gibts aktuell für 779.- bei BrackDigitec oder beim Fotohändler des Vertrauens.

 

Jonathan ist der Gastgeber dieses kleinen Blogs. Er hat Wirtschaft an der Uni Basel studiert und bloggt hier über Dinge, die er interessant findet. Er arbeitet ausserdem bei Radio SRF für das Regionaljournal Basel.

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